Korrepetition
 

     

 

"Korrepe.... was???..."

Ich stellte im Laufe meiner Berufsjahre fest, dass die meisten Menschen, die nicht in einer der vielen Musiksparten "zuhause" waren, mit dem Wort Korrepetitorin absolut nichts anfangen konnten. Es ist auch tatsächlich ein Nischenberuf, für den es in der Schweiz zu meinen Studienzeiten noch nicht einmal eine offizielle Ausbildung gab. Ich hatte das Glück, dass ich am Internationalen Opernstudio des Opernhauses Zürich nach meinem Klavierdiplom 1985 eine einjährige Hospitanz als Korrepetitorin antreten konnte... Aber was macht nun genau ein Korrepetitor, eine Korrepetitorin? Eine gute stichwortartige Zusammenfassung liefert Berufsberatung.ch

Den grössten Teil meiner Arbeit als Musikerin verbringe ich also als Korrepetitorin, d.h. als Sängerbegleiterin am Klavier oder auf neudeutsch Vocal Coach. Korrepetition beschränkt sich natürlich nicht nur aufs Begleiten, sondern ist vielmehr Hinhören, Mitatmen, aber auch Führen, Korrigieren, Fördern und Fordern des Gesangspartners. Es ist gemeinsames Erarbeiten von musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, die sich aus verschiedenen Komponenten wie Phrasenaufbau, stilistischer Sicherheit, perfekter Intonation und Aussprache sowie der technischen Souveränität über die Stimme zusammensetzen.

Seit meinem Beginn als Korrepetitions-Hospitantin am Internationalen Opernstudio konnte ich mit verschiedensten Sängern, Dirigenten und Musikern im In- und Ausland zusammenarbeiten und mein Repertoire ständig erweitern. 1998 wurde ich Korrepetitorin an der damaligen Neuen Opernschule Zürich (NOZ), dessen Musikalische Leitung ich von 1999 - 2002 innehatte.
Bei der Zusammenarbeit mit internationalen Musikern und besonders auch für die Einstudierung von fremdsprachigen Opern sind gute Sprachkenntnisse äusserst wichtig. Neben deutsch unterrichte ich in italienisch, spanisch, englisch und (etwas weniger geübt) in französisch.

Seit 2004 arbeite ich in meinem kleinen Studio in Adliswil, direkt an der Stadtgrenze zu Zürich-Leimbach, wo in einer idealen, weder trockenen noch halligen Akustik und in gemütlichem Ambiente musiziert werden kann.


Aus meiner Arbeit als Pianistin mit Sängerinnen und Sängern:

  • Rollenstudium
  • Vorbereitung auf Vorsingen und Konzerte
  • Begleitung bei Konzerten
  • Begleitung bei Vorsingen und Wettbewerben
  • Begleitung bei Demo-Aufnahmen (extern oder mit eigenen Aufnahmen auf Speichermedien)
  • Erstellen von Playbacks für Sängerinnen und Sänger
  • Musikalische Einstudierung bei Opern-/Operetten- und Musicalproduktionen
  • Spielen bei szenischen Proben bzw. bei Aufführungen mit Klavierbegleitung anstatt eines Orchesters
  • Spielen bei Chorproben (Gesangsvereine und Ensembles, während vieler Jahre auch beim Berufschor des Opernhaus Zürich)
  • Begleiten bei Chorkonzerten
  • Assistieren von Chordirigenten / Choreinstudierung
  • Orchestereinsätze am Klavier, Cembalo, an der Orgel oder Celesta
  • Dirigat von Bühnenmusik oder Choreinsätzen hinter der Bühne bei Aufführungen
  • Repertoireaufbau und Konzerte mit verschiedenen Ensembles

 

Meine weiteren Betätigungsfelder als Musikerin:

Lichtinspizienz

Seit Beginn der Saison 2008/09 bin ich wieder fest angestellt als Lichtinspizientin (früher hiess die Bezeichnung Beleuchtungskapellmeisterin) am Opernhaus Zürich, mittlerweile in einem 80%-Pensum. Bei Vorstellungen und Proben ist die Lichtinspizienz verantwortlich für die zum Teil millisekundengenaue Platzierung der Lichtwechsel auf die musikalischen Akzente oder visuellen Handlungen auf der Bühne; während der Beleuchtungsproben notiert sie all diese Angaben im Klavierauszug oder der Partitur. Diese interessante Arbeit, die ich bereits von 1985 bis 1991 regelmässig ausgeübt hatte, ermöglicht mir einen konstanten Einblick ins heutige Opernschaffen und hält mich nahe an der aktuellen Aufführungspraxis. Seit 2015 führe ich die selbe Tätigkeit zudem bei den Salzburger Sommerfestspielen aus.
 

Musiknotation / Notensatz

Ein grosser Teil meiner musikalischen Arbeit sind Musiknotationen im Auftrag von Sängern, Chören oder Theatern; sei es die Transposition einer Arie, die Niederschrift von Noten nach Gehör von einer Aufnahme, der Satz eines kompletten Klavierauszuges... Auf der Seite Komposition gehe ich näher auf diese Aufgaben ein, sowie auch auf die weitere berufliche Tätigkeit als Komponistin und Arrangeurin.
 

Unterricht

1998-2002 Dozentin an der NOZ Neue Opernschule Zürich. Korrepetition, Partienstudium, Musikalische Leitung, Begleitung bei den Abschlusskonzerten
2012-2016 Dozentin an der SAMTS Stage Art Musical & Theatre School Ensemble und Chorisches Singen, Begleitung bei Vorsingen oder Prüfungen der Studenten.

 


Nachwuchsförderung

Als ausgebildeter Klavierlehrerin und Mutter liegen mir die Kinder besonders am Herzen; gelegentlich übernehme ich die musikalische Einstudierung und Leitung, Kompositionen, Arrangements und Herstellung von Playbacks bei Kindermusicals und anderen Schulproduktionen der Kinder, sowie während vieler Jahre beim musikalischen Teil der Produktionen des Theater "NI&CO".
 

Ab Anfang 2008 führte ich im Auftrag der Jugendmusik Adliswil und der Musikschule Adliswil/Langnau sporadisch Musiktheorie-Kurse für Kinder und Jugendliche durch.
Es werden folgende Kurse angeboten:

  • Musiktheoriekurs I (10 Lektionen 1x wöchentlich)
    Ab ca. 10 Jahren. Aus dem Inhalt: Noten- und Pausenwerte, Taktarten, Intervalle und Vorzeichen, Tonarten, Dynamische Bezeichnungen, Tempobezeichnungen
  • Musiktheoriekurs II (10 Lektionen 1x wöchentlich)
    Ab ca. 12 Jahren. Aus dem Inhalt: Intervalle, Quintenzirkel, Dur/Moll, Dreiklänge und Umkehrungen, Transponieren
  • Musiktheorie Vorbereitung auf Stufentests 5 & 6
    Ab ca. 12 Jahren. Der Kurs entspricht inhaltlich etwa dem Theoriekurs II, enthält aber auch einen praktischen Teil mit Schwerpunkt Melodie- und Rhythmusdiktat.

     

Die Kurse finden nur bei genügender Anmeldungszahl statt. Informationen über die Durchführung erteilt die Musikschule Adliswil/Langnau.


Neben diesen Tätigkeiten mit Jugendlichen möchte ich es auch nicht missen, hin und wieder den Musikantennachwuchs aus Musikschule und Jugendmusik bei seinen ersten Auftritten vor Publikum oder bei Stufentests und Wettbewerben zu begleiten. Ein einfühlsames Ohr und ein ruhiges Mittragen ist dort besonders wichtig und wertvoll.


Kammermusik

Neben meiner Arbeit mit Sängern spiele ich auch gerne Kammermusik.

 

 

 

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